Hilfe bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Alle hilfesuchenden Landkreise erhalten insgesamt fast eine Million Euro zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Magdeburg. Beim Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner im Land geht es mit Blick auf 2019 weiter voran. Das für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zuständige Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration unterstützt sieben Landkreise und kreisfreie Städte für das kommende Jahr mit insgesamt rund einer Million Euro. Über das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) haben ihre Zusagen erhalten: der Landkreis Stendal (343.000 Euro), der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (12.200 Euro), der Altmarkkreis Salzwedel (228.000 Euro), der Landkreis Wittenberg (226.000 Euro), der Landkreis Börde (96.000 Euro), Magdeburg (25.000 Euro) und Dessau-Roßlau (47.278 Euro). Mit dem Geld werden Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Eichenprozessionsspinner ausgeweitet. Dazu gehört der Einsatz von Bioziden (Besprühen der Bäume vom Boden oder der Luft aus) sowie das Absaugen der Nester durch Fachfirmen.

Zwei Millionen Euro stehen im Landeshaushalt 2019 zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner zum Schutz der Bevölkerung zur Verfügung. „Es muss sichergestellt sein, dass alle Flächen einbezogen werden, von denen eine weitere Gefahrenausbreitung in den nächsten Jahren ausgehen kann“, sagt Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Vor allem stark betroffene Gemeinden haben sich eine Bekämpfung nicht im eigentlich notwendigen Umfang leisten können. Wieviel Geld die jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte bekommen, hängt unter anderem von den Gesamtausgaben dort ab, die für externe Dienstleistungen im kommenden Jahr notwendig werden.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind nicht nur ein Forstschädling sondern stellen durch zunehmenden intensiven Befall auch im öffentlichen Grün und in Gärten eine Gesundheitsgefährdung von Personen dar, die sich dort aufhalten. Die von älteren Raupen und Raupennestern in die Umwelt abgegebenen Brennhaare wirken haut- und schleimhautreizend sowie allergieauslösend. „Besser untersetzte Hilfe ist nun möglich. Stückwerk bringt in diesem Fall nichts. Wenn ein Baum von den Raupennestern befreit wird und der Nachbar-Baum nicht, ist de facto nichts erreicht“, sagt Grimm-Benne.

 

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