Im November 2024 ist der letzte Elbdeich-Abschnitt mit gut 50 Kilometern Länge auf der östlichen Elb-Seite im Landkreis Stendal fertig saniert worden. Dazu beigetragen hat auch Fred Janke. Mit seinem Landbau-Unternehmen ist er spezialisiert auf Gewässerunterhaltung, Landschaftspflege, Bodenbearbeitung und Neuansaat – insbesondere im Deich-, Deponie- und Straßenbau. Was das Besondere daran ist, darüber hat sich Landrat Patrick Puhlmann kürzlich in Begleitung von Seehausens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth am Firmensitz in Schönberg informiert.
In der Funktion eines Deiches nimmt die Bepflanzung und Pflege einen wesentlichen Teil ein. Dazu heißt es in den Ausschreibungen, dass heimische Kräuter und Gräser mit entsprechenden Eigenschaften eingesetzt werden sollen. „Die Pflanzen müssen nicht nur hier beheimatet sein, sondern das Saatgut muss auch aus der Region kommen. Es muss aber auch zertifiziert sein“, erklärte Janke. Genau das setzt er in seinem Betrieb um, ist Saatgutvermehrer. Er baut die Pflanzen an, erntet mit spezieller Technik die Samen und liefert die an einen Händler aus Bayern. „Dort wird das Saatgut gereinigt. Am Ende bekommen wir es zurück und setzen es ein“, so der Landwirt und Landschaftsbauer weiter. Dafür hat er ebenso spezielle Technik, die an so schrägen Flächen wie Deichen auch professionell arbeiten kann.
Während des Gesprächs führte Janke seine Gäste über das Firmengelände, welches er erst in den letzten Monaten bezogen hat. „Wir befinden uns nun in der Sanierung“, sagte Fred Janke und erklärte seine Pläne für die einzelnen Gebäude. Dabei stellte er auch seine Technik vor und zeigte das Saatgut. Dabei wurde sich über die Energiewende und Zukunftsprojekte ausgetauscht. Für die kommenden Jahre sieht Janke seinen Betrieb gut ausgelastet. Durch seine vielfältigen Erfahrungen aus verschiedenen Baubranchen ist er ein gefragter Auftragnehmer. „Wir arbeiten für alle großen Firmen, in Zukunft auch an der Autobahn 14“, so der Geschäftsführer. Schutzzäune und die Begrünung fallen hier in sein Aufgabenbereich.
„Es ist gut zu wissen und zugleich wichtig, jemanden mit so speziellen Kenntnissen und der notwendigen Technik in unserem Landkreis zu haben“, betonte Puhlmann in dem Gespräch. „Fred Janke und sein Team machen Dinge, die im Landschaftsbau nicht alltäglich sind. Allein die Vermehrung der Gräser und Kräuter erfordert viel Fachwissen, welches es nicht vielerorts gibt. Sich nun mit einem neuen Firmengelände zukunftsorientiert aufzustellen, unterstreicht die Nachfrage und Bedeutung dieser Nische“, so der Landrat abschließend.



