Altmärkischer Hansebund
Der Altmärkischer Hansebund steht in der Tradition der mittelalterlichen Hanseatic League, jenes weit verzweigten Städtebundes, der vom 12. bis ins 17. Jahrhundert den Handel im nord- und mitteleuropäischen Raum maßgeblich prägte. Auch Städte der Altmark waren bereits im Mittelalter in diese Handelsstrukturen eingebunden oder standen in enger wirtschaftlicher und kultureller Verbindung zu hansischen Handelsplätzen.
Die Hanse war kein Staat, sondern ein freiwilliger Zusammenschluss von Kaufleuten und später auch von Städten, der auf gemeinsamen Handelsinteressen, gegenseitigem Schutz und wirtschaftlicher Zusammenarbeit beruhte. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich daraus ein starkes Netzwerk, das den Austausch von Waren, Ideen und Kultur in ganz Norddeutschland und darüber hinaus förderte.
In dieser historischen Tradition versteht sich der Altmärkische Hansebund als modernes Netzwerk der Kommunen in der Region Altmark. Er knüpft bewusst an die hanseatischen Werte wie Kooperation, Verlässlichkeit und überregionale Zusammenarbeit an und überträgt diese in die Gegenwart.
Ziel ist es, das historische Erbe der Hanse in der Region sichtbar und erlebbar zu machen. Dazu gehören gemeinsame kulturelle Projekte, Veranstaltungen sowie die Pflege des historischen Bewusstseins in den beteiligten Städten und Gemeinden. Die hansische Geschichte wird dabei nicht nur bewahrt, sondern aktiv in die regionale Identität eingebunden.
Gleichzeitig nutzt der Hansebund die historische Verbindung als Grundlage für eine zeitgemäße Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Tourismus und Regionalentwicklung. So entsteht eine Brücke zwischen der historischen Bedeutung der Hanse und den aktuellen Herausforderungen und Chancen der Region Altmark.
Der Altmärkische Hansebund versteht sich damit als lebendiges Zeichen dafür, dass historische Traditionen auch heute Impulse für Zusammenarbeit, Identität und regionale Entwicklung geben können.