Die Hansestadt Seehausen (Altmark) plant die Erstellung eines digitalen Regenwasserkonzeptes für das Stadtgebiet. Viele Regenwasserkanäle stammen aus den 1970er-Jahren und sind bislang nur unvollständig dokumentiert. Häufig fehlen Angaben zu Durchmesser, Gefälle oder Durchflussmengen. Vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse soll die Leistungsfähigkeit des bestehenden Entwässerungssystems künftig genauer untersucht werden.
Im Rahmen des Projektes werden die Schächte und Leitungen vermessen sowie die Kanäle befahren, um ihren Zustand zu erfassen. Anschließend erfolgt eine hydraulische Berechnung des Netzes. Ziel ist es, die Lage, Größe, Fließrichtung und den Zustand der Regenwasserkanäle digital darzustellen. Das Konzept dient als Grundlage für zukünftige Sanierungsmaßnahmen sowie für die Starkregen- und Hochwasservorsorge.
Gefördert wird das Vorhaben über die Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Land Sachsen-Anhalt (Klima III). Die Gesamtkosten betragen 309.269,10 Euro, davon werden 278.342,19 Euro aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert.



