Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut, sogenannten Polypen. Etwa 90 Prozent der Menschen mit Darmkrebs sind älter als 50 Jahre, aber auch jüngere Leute können betroffen sein. Man kann durch einen gesunden Lebensstil jedoch rechtzeitig vorbeugen. Hierzu gehören eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen und wenig rotem Fleisch/Wurst, regelmäßige Bewegung (30 bis 60 Minuten täglich), Verzicht auf Nikotin sowie Alkohol nur in geringen Mengen. Übergewicht sollte vermieden werden.
Bei dem gestrigen Vortrag, zu dem wieder sehr viele Interessierte in das Krankenhaus Seehausen gekommen sind, zeigte Dr. Dr. Daniel Kügler, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, die Risikofaktoren auf, erklärte die Durchführung einer Darmspiegelung, zeigte mit anschaulichen Bildern den Unterschied zwischen gutartigen Polypen und bösartigen Tumoren und erläuterte die Heilungsaussichten in den unterschiedlichen Stadien. Er machte deutlich, dass die Darmkrebsvorsorge enorm wichtig ist, denn je frühzeitiger der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Frauen und Frauen können ab 50 Jahren die Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung machen lassen. „Denn Vorbeugen ist besser als Heilen“, wies Dr. Kügler eindringlich hin. Im Anschluss an den Vortrag nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Chance, gezielt Fragen zu stellen.
Weitere Termine für die Informationsreihe „Medizin im Dialog“: 01.06.26 zum Thema „Lungenerkrankungen“ in Osterburg und am 24.06.26 in Seehausen sowie 01.07.26 in Osterburg zum Thema „Künstliche Gelenke“. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Krankenhauses.
